Globaler Dialog und Partnerschaften

FriEnt setzt Impulse in globalen Foren und Netzwerken und arbeitet in strategischen Partnerschaften, um im internationalen Kontext friedenspolitisch zu wirken. FriEnt trägt damit auch zur Umsetzung der Friedensdimension der Agenda 2030 bei.

Der internationale Kontext für Friedensförderung und Entwicklungszusammenarbeit befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Einerseits wird sich extreme Armut zunehmend in Konfliktregionen konzentrieren und damit besondere Herausforderungen an die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit in fragilen und von Konflikten betroffenen Staaten stellen. Andererseits ist friedliche Entwicklung und gesellschaftliche Kohäsion durch wachsende Ungleichheit, mangelnde Teilhabe oder organisierte Kriminalität auch in Ländern mit mittleren oder hohen Einkommen gefährdet.

Paradigmenwechsel bei der Entwicklungszusammenarbeit

Traditionelle Formen der Entwicklungszusammenarbeit verlieren gleichzeitig an Bedeutung und neue Akteure betreten die Bühne. Globale Machtverschiebungen und das zunehmende Engagement neuer Gestaltungsmächte in fragilen und von Konflikten betroffenen Staaten lassen den Einfluss westlicher Akteure schwinden. Auch die westlich geprägten Vorstellungen von Friedensförderung werden damit zunehmend in Frage gestellt.

In einer Welt ökonomischer, politischer, sozialer und ökologischer Vernetzungen sind Konfliktursachen nicht allein lokaler Natur. Die Dynamik von Gewaltkonflikten wird von regionalen und globalen Faktoren beeinflusst – gleichzeitig haben Gewaltkonflikte Auswirkungen auf globale Entwicklungen.

Gesellschaftliches Vertrauen und legitime staatliche Institutionen

Auf internationaler Ebene gab es in den letzten Jahren starke Impulse für die Verknüpfung von Frieden und Entwicklung. So benennt der Weltentwicklungsbericht 2011 der Weltbank gesellschaftliches Vertrauen und legitime staatliche Institutionen als entscheidende Ziele der Konfliktbearbeitung. Die Peacebuilding and Statebuilding Goals des New Deal for Engagement in Fragile States nehmen diese Ansätze auf und fordern, Friedensförderung und Staatsaufbau ins Zentrum des internationalen Engagements in fragilen und von Konflikten betroffenen Staaten zu rücken.

Auch in den Diskussionen zur Post-2015-Agenda, die FriEnt begleitet hat, ist schnell klargeworden, dass nur ein umfassender und universeller Ansatz den komplexen Zusammenhängen gerecht werden kann. So bringt die Agenda 2030 nicht nur die sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Dimensionen von Nachhaltigkeit zusammen, sondern auch einen weiteren Paradigmenwechsel mit sich: Waren die Millenniumsentwicklungsziele noch vornehmlich an Entwicklungsländer gerichtet, ist die Agenda 2030 für alle Länder konzipiert und nimmt universelle Gültigkeit in Anspruch. Frieden wird damit zu einem gemeinsamen globalen Ziel (SDG16) – Friedensförderung zur globalen Zukunftsaufgabe.

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Die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) ist ein Zusammenschluss von staatlichen Organisationen, kirchlichen Hilfswerken, zivilgesellschaftlichen Netzwerken und politischen Stiftungen.

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